Peter Püntener porträtierte Bruno Jakob erstmals 1997. In jenem Jahr war er dem Schweizer Künstler, der seit 1983 in New York City lebt und malt, erstmals begegnet. Bruno Jakob verwendet für seine Malerei unsichtbare Malmittel wie Gedanken, Wasser, Energie oder Berührung. Die Bedeutung seiner Arbeit liegt in der radikalen Kritik an dem in unserer Kultur tief verankerten Vertrauen in die visuelle Evidenz. Früh entwickelte er ein Interesse für das Unsichtbare, Verborgene, Latente, Verlorene, Unrealisierte und Undarstellbare.
Die ersten Porträts, die Peter Püntener von Bruno Jakob machte, zeigen den Künstler in dessen Wohnung in New York, bald aber begleitete er ihn auf Reisen, und Jakob malte auch im Wissen um die Kamera, die ihn beobachtete. Entstanden ist seither in Zusammenarbeit mit Bruno Jakob eine umfassende Dokumentation, die seine unsichtbare Malerei im Zusammenhang malerischer Praxis wahrnehmbar macht. Die Porträts von Peter Püntener waren lange die einzigen Bilder, die ihn bei der Arbeit zeigen. Inzwischen malt Bruno Jakob nicht mehr nur für die Kamera von Peter Püntener, sondern auch in Ausstellungen vor Publikum.
Roman Kurzmeyer

2011 wurde Bruno Jakob von Bice Curiger an die Biennale von Venedig eingeladen. 2014 erhielt Bruno Jakob den Preis der Sammlung Ricola.

Der Verein für Originalgrafik (VFO) publizierte 2014 eine Edition von drei Fotografien aus der Dokumentation. Eine Auswahl von acht Bildern war für den Swiss Photo Award 2014 der ewz.selection nominiert.

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